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Taifun "Rai" verwüstet südliche Philippinen

Philippinen - Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde traf der Taifun „Rai“ am 16. und 17.12.21 auf Land und hinterließ im Süden des Landes eine Spur der Verwüstung. Die Menschen vor Ort brauchen dringend unsere Unterstützung!

„In meinen 35 Jahren auf den Philippinen habe ich in Cebu noch nie einen Taifun dieser Größenordnung und solche Verwüstung erlebt!"

Pater Heinz Kulüke SVD

 

Situation

Nach dem Super-Taifun „Rai“ gilt auf den Philippinen weiterhin der Notstand. Dächer flogen von Häusern, Strommasten stürzten um und zahlreiche Dörfer wurden überflutet. In vielen Gebieten gibt es weder Stromversorgung noch Telefonnetz. Hunderte Familien haben ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren, haben kein Wasser, keine Nahrung, keinen Strom.

Die Steyler Missionare haben in Cebu City und Umgebung sofort mit der Nothilfe begonnen. „Wir brauchen vor allem Notrationen mit Reis und Wasser“, so der Steyler Missionar Pater Heinz Kulüke SVD. Im San Pio Village, dem Dorf, in dem die Steyler Missionare für Bewohner der Müllkippen ein neues Zuhause errichtet haben, haben viele Häuser kein Dach mehr.

Aktuelle Meldungen von den Philippinen

P. Heinz Kulüke SVD berichtet aus Cebu City

10.01.2022

Die Verteilung von Lebensmitteln läuft auf Hochtouren - mittlerweile auch zum Glück in den weiter entfernten Vororten von Cebu City. 

Auch in unseren Projektgebieten wie etwa auf den Mülldeponien und in den Fischerdörfern werden weiterhin dringend Nahrungsmittel und Trinkwasser benötigt. Das wird noch wohl einige Wochen so weitergehen, da die Ernte der Kleinbauern und viele Boote der Kleinfischer zerstört wurden. Zudem sind viele Orte, die traditionell vom Tourismus leben, komplett zerstört worden. Cebu hat auf der mit einer Brücke verbundenen Nachbarinsel Mactan etliche ausländische Firmen angesiedelt. Viele haben durch den Taifun ihre Infrastruktur verloren und mussten ihre Arbeiter entlassen oder auf Zwangsurlaub schicken.

Erst langsam wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich. Auch die ganzen Nachbarinseln auf denen die Steyler arbeiten, wie Bohol, Leyte und Surigao haben ähnliche Situationen.

Zwischenzeitlich helfen Ingenieure von der San Carlos dabei, Daten für den Wiederaufbau auszuwerten. Ohne internationale Hilfe von Regierungen und großen Hilfswerken wird das alles nicht machbar sein.

Unsere Nahrungsmittelverteilung ist von 5.000 Familien auf nahezu 25.000 (125.000 bis 150.000 Menschen) angewachsen. Selbst das zu finanzieren, bringt uns an die Grenzen unserer Möglichkeiten.

26.12.21 

Wir sind weiterhin dabei, uns ein Bild von der Zerstörung zu machen. Erst langsam wird das Ausmaß der Verwüstung überhaupt deutlich. Auf einer der Mülldeponien von Cebu City sind quasi alle Hütten zerstört. Die Menschen stehen vor dem Nichts. Viele Kirchen auf der Insel wurden durch den Taifun zerstört. In den nicht völlig verwüsteten finden weiterhin Gottesdienste statt. Viele Menschen leben nun auf den Gehwegen. Auf den Mülldeponien, in den Stadt-Slums und Fischerdörfern warten die Menschen sehnsüchtig auf Nahrung, Trinkwasser und Medizin. Wir verteilen, wo wir nur können. Die medizinische Versorgung der Menschen in unseren Projektgebieten war schon vorher ein Problem. Jetzt nach dem Taifun hat sich die Anzahl der Patienten vervielfacht. Der Steyler Arzt Dr. Ruel hilft, wo er nur kann. 

23.12.21

In der Begegnung mit den Menschen auf den Mülldeponien und in anderen Slums, im Kontext der Hilfsaktionen in der andauernden Pandemie, habe ich häufig gedacht, dass es eigentlich gar nicht mehr schlimmer kommen kann. Aber genau das ist am Donnerstag letzter Woche passiert.

Die ersten Begegnungen nach dem Taifun mit den mir seit langem bekannten Menschen auf den Deponien und in anderen Slums im Angesicht der unglaublichen Verwüstung waren ganz einfach traurig. Ich habe selten so viele traumatisierte Menschen gesehen.

Wir haben gestern einen unserer Kindergärten besucht, den wir mit viel Mühe über viele Jahre aufgebaut und weiter entwickelt haben; ein Kindergarten, der über 15 lange Jahre weit über 2.000 Kindern das Fundament für ihre Schulbildung und damit für ein besseres Leben gegeben hat; ein echter Schatz für die Müllsammlerfamilien, der verloren gegangen ist.

Heute konnten wir erstmals seit dem Taifun vor 5 Tagen eine der Mülldeponien besuchen, die wir bislang aufgrund der gefallenen Bäume und Strommasten nicht erreichen konnten. Die Menschen haben vor Freude und Dankbarkeit geweint, als sie Reis, andere Grundnahrungsmittel und Trinkwasser erhielten. Dank der so schnellen und großzügigen Hilfe aus der Heimat können wir diese Nahrungsmittelverteilung täglich weiterführen. Das ursprünglich Ziel von etwa 5.000 Familien (25.000 – 30.000 Menschen) wird überschritten werden müssen.

Bei den Besuchen der betroffenen Gebiete entsteht ein Gefühl von tiefer Traurigkeit und die Frage taucht auf, wieso gerade diesen Menschen am Rande der Gesellschaft auch noch das so Wenige genommen werden musste.

Der Taifun hat so viele Menschen getroffen, die schon ohnehin durch die Auswirkungen der Corona Virus Pandemie am Rande ihrer Existenz stehen. Das verbleibende Lächeln in den Gesichtern der von Natur aus so frohen Menschen verbirgt viel Leid.

Die so großzügige Hilfe und Solidarität aus der Heimat macht uns allen Mut, den Weg gemeinsam auch noch aus dieser Krise zu suchen und gemeinsam zu gehen.

In diesem Jahr sind viele von den Misa de Gallos (Frühmessen) ausgefallen. Wenn die Menschen nicht in die Kirchen kommen können, was in diesem Jahr der Fall sein wird, kommt Gott zu den Menschen in Form von Trinkwasser und Reis.

22.12.21: 

Der auf den Philippinen tätige P. Heinz Kulüke SVD konnte sich kurz über die Radiostation des Ordens im südlichen Cebu City melden. „Zurzeit wissen wir nicht, wie viele Menschen gestorben oder verletzt sind. So viele werden noch vermisst. Nun müssen wir schauen, wie es den Menschen außerhalb der Stadt und auf den umliegenden Inseln geht“, erklärt er.

 
 
Tausende Menschen haben ihre Heimat verloren. (Foto: SVD)
Tausende Menschen haben ihre Heimat verloren. (Foto: SVD)
Zahlreiche Dörfer wurden überflutet. (Foto: SVD)
Zahlreiche Dörfer wurden überflutet. (Foto: SVD)
 
 
 

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